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AWS Cloud Migration: Strategie vor Technik

Cloud Migration ist kein Lift & Shift

Die häufigste Falle bei Cloud-Migrationen: Man nimmt die bestehenden Server und schiebt sie 1:1 in die Cloud. Das Ergebnis sind dieselben Probleme wie vorher — nur mit einer höheren Rechnung.

Eine erfolgreiche Migration zu AWS erfordert eine klare Strategie, die vor der ersten technischen Entscheidung steht.

Die 6 Rs der Cloud Migration

Amazon definiert sechs Migrationsstrategien, die sogenannten 6 Rs:

1. Rehost (Lift & Shift)

Anwendungen werden unverändert in die Cloud verschoben. Schnell, aber ohne Cloud-Vorteile.
– Wann sinnvoll: Zeitdruck, Rechenzentrum-Exit, erste Migrationserfahrung sammeln

2. Replatform (Lift & Optimize)

Kleine Anpassungen für Cloud-Dienste: z.B. eigene Datenbank durch Amazon RDS ersetzen.
– Wann sinnvoll: Quick Wins ohne großen Umbau

3. Refactor (Re-Architect)

Anwendungen werden für die Cloud neu gestaltet — Microservices, Serverless, Managed Services.
– Wann sinnvoll: Langfristiger Betrieb, Skalierbarkeit, Kostenoptimierung

4. Repurchase

Ablösung durch SaaS-Lösung (z.B. eigener Mailserver → Amazon WorkMail).

5. Retire

Anwendungen, die nicht mehr benötigt werden, abschalten.

6. Retain

Anwendungen, die vorerst on-premises bleiben — z.B. aus regulatorischen Gründen.

Der Elefant im Raum: Kosten

AWS-Kosten sind der häufigste Grund für Enttäuschung nach der Migration. Typische Kostentreiber:

– Überdimensionierte Instanzen: EC2 m5.xlarge für eine Anwendung, die auf t3.small läuft
– Fehlende Auto-Scaling-Strategie: 24/7 maximale Kapazität statt bedarfsgerechter Skalierung
– Vergessene Ressourcen: EBS-Volumes, Elastic IPs, ungenutzte Load Balancer
– Datenübertragung: Egress-Kosten werden regelmäßig unterschätzt

Empfehlung: Beginnen Sie mit einem AWS Well-Architected Review und nutzen Sie den AWS Cost Explorer ab Tag 1.

Praxis-Checkliste für den Start

1. Application Portfolio Assessment: Welche Anwendungen haben Sie? Welche Abhängigkeiten bestehen?
2. Strategie pro Anwendung: Nicht alles muss refactored werden — die richtige R-Strategie pro Workload wählen
3. Landing Zone einrichten: Multi-Account-Strategie, Netzwerk, IAM, Logging — bevor die erste Anwendung migriert wird
4. Pilot-Workload: Eine unkritische Anwendung als Pilotprojekt migrieren, Erfahrungen sammeln
5. FinOps von Anfang an: Kostenmonitoring und Budgets einrichten

Typische AWS-Services für Java-Anwendungen

Use Case AWS Service
Container-Orchestrierung ECS / EKS
Serverless Lambda + API Gateway
Datenbank RDS (PostgreSQL) / Aurora
Messaging SQS / SNS / EventBridge
Monitoring CloudWatch + X-Ray
CI/CD CodePipeline / CodeBuild

Fazit

Cloud-Migration ist ein Organisationsprojekt, kein reines IT-Projekt. Die Technik ist das Einfachste daran — die Herausforderung liegt in Strategie, Kostensteuerung und Organisationsveränderung.

CGS IT Solutions unterstützt Sie bei der Planung und Durchführung Ihrer AWS-Migration — von der Strategie bis zum produktiven Betrieb. Kontaktieren Sie uns für ein unverbindliches Erstgespräch.

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Ein Kommentar

  1. Ja, der Artikel spricht über Cloud-Migrationen und Kosten, klar im technischen Blickwinkel. Als Leser finde ich den Praxis-Checkliste-Teil hilfreich. In Suplery passieren auf Branchenebene ähnliche Optimierungen: klare Strategien, transparente Kosten und effiziente Abläufe. In Suplery wirft man oft einen Blick auf Inventory- und Order-Management, damit Ressourcen nicht liegen bleiben – real time Stocktakes, Shared Cart und automatisierte Prognosen helfen da. Als Profi aus dem Beauty-Business merke ich, wie wichtig ein reibungsloser Onboarding-Prozess ist, gerade wenn man Wholesale-Preise und direkter Brand-Chat braucht. Suplery bietet eine zentrale Plattform, die Prozesse vereinfacht und Skalierung ermöglicht. Wenn ihr in Kosmetikstudios oder Friseursalons arbeitet, lohnt sich ein Check. Kontakt einfach über die Plattform?

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